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Home DGB in den Städten Waltrop Leserbrief zum Artikel "Putzeimer bleiben länger im Schrank" WA 28.10.09

Leserbrief zum Artikel "Putzeimer bleiben länger im Schrank" WA 28.10.09

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Arm trotz Arbeit ist das Los vieler Kollegen und vor allem Kolleginnen im Gebäudereinigerhandwerk. Die Lohnforderung der IG BAU von 8,7% ist ein notwendiger Schritt zur Existenzabsicherung der Beschäftigten. 

Ein schneller Tarifabschluss ist umso wichtiger, da die für diese Branche geltende Mindestlohn-Regelung Ende September ausgelaufen ist und einige Arbeitgeber über neue Arbeitsverträge die Löhne unterhalb der bisherigen Grenze von 8,15 Euro (brutto) abgesenkt haben. Spätestens bei diesen Zahlen wird deutlich, dass 8,7 % bei einem so niedrigen Lohn keine unverschämte Forderung ist, sondern ein notwendiger Schritt weg von der Armut für bundesweit über 800.000 Beschäftigte.

Im Reinigungssektor herrschen mit die schwierigsten und belastendsten Arbeitsbedingungen. In den letzten Jahrzehnten wurden die Anforderungen an die Kolleginnen beständig erhöht. Kaum eine Reinigungskraft kann dies körperlich über einen langen Zeitraum leisten. Eine angemessene Bezahlung, die ein Einkommen oberhalb der Armutsgrenze ermöglicht, ist das Mindeste was diesen Kollegen zustehen muss. Verständlich, dass den Beschäftigten im Gebäudereinigerhandwerk jetzt der Kragen geplatzt ist und sie auf das Verhalten der Arbeitgeber in der derzeitigen Tarifauseinandersetzung mit Streik antworten.
Andreas Guderian
DGB-Ortsverband Waltrop
- Vorsitzender -
 

DGB Ortsverband Waltrop

Vorsitzender
Andreas Guderian

Lessingstr. 69
44147 Dortmund

Tel.  02309.962633

a.guderian@gmx.net

 

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