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Das ist das Mindeste! Faire Löhne - Gute Arbeit - Soziale Sicherheit

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Unter dem Motto „Das ist das Mindeste! Faire Löhne - Gute Arbeit - Soziale Sicherheit“ begeht der DGB in Herten den diesjährigen Tag der Arbeit. Treffpunkt ist ab 9:00 Uhr bei der Firma Strecker an der Kaiserstraße. Dort findet um 9:45 Uhr ein Platzkonzert statt, bevor um 10:15 Uhr die Demonstration zum Otto-Wels-Platz startet. Um 10:45 Uhr eröffnet die DGB-Ortsverbandsvorsitzende Doro Babst die Kundgebung, bei der Bürgermeister Ulrich Paetzel ein Grußwort halten wird und Uwe Foullong vom ver.di-Bundesvorstand die Mairede hält. Im Anschluss findet das nunmehr schon traditionelle Familienfest statt.

Als einen thematischen Schwerpunkt greift der DGB in diesem Jahr die Erweiterung der Arbeitnehmerfreizügigkeit auf. Ab dem 1. Mai können aus acht weiteren osteuropäischen Staaten Arbeitnehmer zu den Bedingungen ihres Herkunftslands in Deutschland tätig werden. „Wir befürchten große Probleme auf dem Arbeitsmarkt, da es keine vernünftigen Regelungen zur Umsetzung gibt. Wenn beispielsweise Leiharbeiter aus Polen zu den polnischen Löhnen hier tätig werden, setzt das die Löhne der deutschen Belegschaften unter Druck“, erläutert Babst. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert daher einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro je Stunde, der dann auch für die ausländischen Arbeitnehmer gelten würde. Außerdem sei vollkommen offen, wie mit weiteren arbeitsrechtlichen Fragen umzugehen sei, da unter anderem auch beim Arbeitsschutz oder bei der sozialen Absicherung die Gesetze des Herkunftslands gelten.

Aber auch um Fragen wie das Equal-Pay-Prinzip bei der Leiharbeit soll es am 1. Mai gehen. Da laut DGB mehr Menschen in Leiharbeit beschäftigt seien als je zuvor, müsse die Verdrängung von Stammbelegschaften gestoppt werden. Hierzu sei es notwendig, die gleiche Bezahlung von Leiharbeitern und Stammbelegschaften zur Pflicht zu machen.

„Wir wollen in diesem Jahr den ersten Mai auch dazu nutzen, über die Energiewende zu sprechen. Die Gewerkschaften wollen den Ausstieg aus der Atomenergie. Wir brauchen aber auch Versorgungssicherheit für die Privathaushalte und die Betriebe in der Region. Hier gibt es noch viel Gesprächsbedarf, wie wir die Energiewende gestalten können“, so Doro Babst. Außerdem werde es am Tag der Arbeit auch klare Worte zu den Vorgängen bei Herta geben.

 

DGB Ortsverband Herten

Vorsitzende
Dorothee Babst

herten@dgb-emscher-lippe.de

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