Der DGB fordert striktere Kontrollen bei der Vergabe von 1-Euro-Jobs durch die ARGE Bottrop („Arbeit für Bottrop“). Der aktuelle Vorgang um Wohnungsentrümpelungen bei der Diakonie zeige, dass schärfere Überprüfungen der Anträge zwingend erforderlich seien. Nach Auffassung des DGB sollte ein Kontrollgremium aus IHK, Handwerkskammer und DGB jede einzelne Maßnahme vor der Vergabe einsehen und bewerten. „Bei der Vestischen Arbeit des Kreises Recklinghausen gibt es seit dem Skandal um 1-Euro-Jobs im Seniorenzentrum Grullbad eine solche Beratungsgruppe, die jede 1-EURO-Maßnahme in Augenschein nimmt. Seit dem hat es keine Ausreißer mehr gegeben, “ erklärt DGB-Chef Josef Hülsdünker.
Der DGB bedauert, dass der Fachbeirat bei Arbeit in Bottrop politisch geführt wird und nicht von Vertretern der Wirtschaft wie beim IAG Gelsenkirchen oder der Vestischen Arbeit in Recklinghausen. „Gerade wenn im Spannungsfeld zwischen Sozialpolitik und Arbeitsmarktpolitik billige Arbeit geschaffen wird, muss man besonders gut aufpassen, damit gar nicht erst der Verdacht von Unregelmäßigkeiten aufkommen kann, “ meint Hülsdünker. Aus Sicht des DGB wären die Stadt Bottrop und das Arbeitsamt Gelsenkirchen gut beraten, sich auf eine entsprechende Kontrollgruppe zu verständigen.





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