Der DGB Kreisverband Bottrop zeigt sich entsetzt aufgrund der Erfahrungen an seinem Infostand in der Innenstadt Bottrop am vergangenen Samstag. Es sei erschreckend, wie wenige Menschen Kenntnis von den Zusatzbelastungen haben im Gesundheitswesen, die auf sie zukämen.
„In erster Linie wussten Familien mit Kindern nicht, um was es bei den Reformen der Bundesregierung geht“, berichtet DGB-Kreisvorsitzender Thater. „Sie zeigten sich ahnungslos über steigende Krankenkassenbeiträge und vor allem drohende Zusatzprämien, die schnell mehrere 100 Euro im Jahr erreichen können.“ Die staatliche Unterstützung für Geringverdiener falle laut DGB um ein Vielfaches geringer aus, als der Bundesgesundheitsminister Rösler der Öffentlichkeit vortäusche. Auch dies sei weitgehend unbekannt. Auch die Auswirkungen der geplanten Rente mit 67 seien nicht präsent. So wüssten viele nicht, dass der größte Teil der Arbeitnehmer es nicht einmal bis zur Rente mit 65 schaffe, sondern vorher aus dem Erwerbsleben mit Rentenkürzungen ausscheide.
Angesichts dieses geringen Kenntnisstands in der Bevölkerung kritisiert der DGB Kreisverband Bottrop die Bundesregierung. „Wenn die schon meinen, die Menschen immer stärker belasten zu müssen, dann sollen sie das gefälligst auch klar sagen!“ Der DGB kündigt seinerseits an, verstärkt über die Pläne der Bundesregierung aufzuklären.






Vorsitzender