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DGB: Bildungsstreik aufgreifen – nationalen Bildungsdialog starten

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Emscher-Lippe-Region. Der DGB Emscher-Lippe warnt davor, die von tausenden Schülern und Studenten während der vergangenen Wochen in die Öffentlichkeit getragenen bildungspolitischen Forderungen zu ignorieren oder abzuwerten.

Während des Bildungsstreiks wurden zentrale Probleme von Schülern und Studierenden angeprangert. Das deutsche Bildungswesen ist Weltspitze in sozialer Auslese. Nach Auffassung des DGB dürfen Bund und Länder jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Sie müssen alle bildungspolitischen Akteure der Zivilgesellschaft zu einem nationalen Bildungsdialog einladen. „Die Kernfrage lautet: Wie bekommen wir ein sozial gerechtes und leistungsfähiges Bildungswesen“, so DGB-Chef Josef Hülsdünker.

Der DGB verweist darauf, dass sich Bund und Länder beim Bildungsgipfel auf konkrete Ziele geeinigt haben: Es soll weniger Jugendliche ohne Schul- und Berufsabschluss geben, deutlich mehr Menschen studieren und die frühkindliche Bildung ausgebaut werden. Dafür wollen Bund und Länder mehr ins Bildungswesen investieren. „Die Umsetzung der Dresdner Beschlüsse darf nicht weiter im Hinterzimmer der Kultusminister verhandelt werden. Wir brauchen eine große gesellschaftliche Debatte über eine nationale Bildungsstrategie“, fordert Hülsdünker.

Nach Auffassung des DGB sei zu befürchten, dass durch die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise notwendige Bildungsinvestitionen ins Hintertreffen geraten. „Während für Bad Banks schnell Milliarden bereitgestellt werden, steht der Hochschulpakt unter Finanzierungsvorbehalt. Das ist das falsche Signal. Wir brauchen mehr Geld für Sozialarbeiter an Ganztagsschulen, für gute Erzieherinnen und Erzieher und für eine Verbesserung der Lehre an den Hochschulen“, so Hülsdünker.

 

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