"Es geht auch um bessere Kinderbetreuung" Beim Streik der Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten wirbt der DGB um Unterstützung und Verständnis der betroffenen Eltern. Zwar sei den Gewerkschaften durchaus bewusst, dass die Streiks viele Eltern vor große Probleme stellen, es gehe aber bei diesem Streik auch um eine Verbesserung der Qualität der Kinderbetreuung.
Die Erzieherinnen und Erzieher zeigen nach Auffassung des DGB ein enormes Engagement in den Kindertagesstätten. Ihre Forderung nach mehr Gesundheitsschutz und einer besseren Vergütung sei dabei mehr als angemessen. "Die Art und Weise der Durchführung dieses Streiks zeigt sehr deutlich den Leistungswillen der Erzieherinnen und Erzieher. Sie sind bereit, noch mehr für die bestmögliche Förderung der Kinder zu leisten, aber dafür müssen sowohl die Rahmenbedingungen in den Kindertagesstätten stimmen, als auch die Arbeitsbedingungen des Personals", meint DGB Vorsitzender Josef Hülsdünker.
An die Eltern appelliert der DGB, die Erzieherinnen und Erzieher zu unterstützen. Weniger Krankheitsfälle in den Kindertagesstätten, geringere Lärmbelastungen, bessere Ausstattung und kleinere Gruppen kämen in besonderer Weise auch den Kindern zu Gute. Eltern sollten daher Druck auf die Rathäuser ausüben, um den Forderungen der Gewerkschaft ver.di zum Durchbruch zu verhelfen. Die derzeitige Situation mit schlechter Bezahlung und extremen gesundheitlichen Belastungen sei auch durch Versagen der Politik entstanden. "Wir sollten froh sein, diese engagierten Erzieherinnen und Erzieher zu haben. Wenn sie nun Unterstützung der Öffentlichkeit und der Eltern erhalten, trägt das auch zu einem baldigen Ende der Streiks bei", so Hülsdünker.
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