Die Gewerkschaften sind empört über die Angriffe des Recklinghäuser CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Mißfeder auf Arbeitslose. Als „inkompetent, dumm und unsozial“, bezeichnete DGB-Chef Hülsdünker Mißfelders Aussage über das „Versaufen und Verqualmen von Mitteln zum Lebensunterhalt in Familien von Arbeitslosen.“
Nach Auffassung des DGB ziehe Mißfelder mit seinen Provokationen sogar das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ins Lächerliche. Dieses hatte beschieden, dass der bisherigen Regelsatz für Kinder zu niedrig sei. Gegen die inzwischen erfolgte Erhöhung des Regelsatzes hat Mißfelder im Bundestag bekanntlich nicht gestimmt. Auf politischen Versammlungen scheint er jedoch „den Stammtisch zu bedienen“. „Reden und Handeln können bei Mißfelder offensichtlich in krassem Gegensatz stehen“, so Hülsdünker. „Statt die Akteure des Casino-Kapitalismus anzuprangern und für die Finanzkrise verantwortlich zu machen schlägt er auf die die Opfer der Krise, die Arbeitslosen, ein“.
Laut DGB kann Mißfelder sich offenbar nicht in die Lage hunderttausender armer Menschen versetzen, die auf Grund von Arbeitslosigkeit gezwungen seien, mit wenig Geld die Familie durchzubringen und manchmal sogar auf Lebensmittel von den örtlichen „Tafeln“ angewiesen seien.
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