Selbstbewußt gehen die Gewerkschaften an diesem 1. Mai in 10 Städten der Emscher-Lippe-Region auf die Straße. Ihr Motto „Wir gehen vor! Gute Arbeit - Gerechte Löhne - Starker Sozialstaat“. Dass die Finanz- und Wirtschaftskrise bisher für viele gar nicht „so schlimm“ verlaufen ist, ist nach Auffassung der Gewerkschaften auf den unermüdlichen Einsatz der Arbeitnehmervertreter für die Verlängerung von Kurzarbeit, beschäftigungssichernde Tarifverträge und Konjunkturprogramme, wie z.B. die Abwrackprämie zurückzuführen.
„Während einerseits mit unserem Geld Banken, die ihre Einlagen verzockt haben, gerettet wurden, Steuergeschenke an Hotelketten gemacht werden und die Bilanzen von einigen Banken und Unternehmen wieder satte Gewinne verzeichnen, bluten unsere Kommunen aus. Sozialen und kulturellen Einrichtungen droht die Schließung, notwendige Investitionen in die Erziehung und Bildung unserer Kinder bleiben aus, Schäden an Straßen und öffentlichen Gebäuden können nicht ausgebessert werden. Die Hauptleidtragenden sind wieder einmal diejenigen, die die Hilfen dringend benötigen. Deshalb gilt es für uns den Sozialstaat zu verteidigen und weiter auszubauen, um die bereits bestehenden Ungerechtigkeiten abzubauen“, so DGB-Chef Josef Hülsdünker.
Gerade in diesem Jahr gelte es nach Auffassung der Gewerkschaften verstärkt „Flagge zu zeigen“ und für seine Interessen und einen starken Sozialstaat einzutreten. „Nur die Reichen können sich einen armen Staat leisten, wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht. Deshalb gehen wir jetzt vor!“ so Hülsdünker.
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