Der DGB befürchtet, dass 2010 weitere 8.000 bis 14.000 Menschen in der Emscher-Lippe-Region arbeitslos werden. „Im nächsten Jahr wird die Wirtschaftskrise in der Region Emscher-Lippe deutlich stärkere Spuren hinterlassen, als bisher“, sagt DGB-Vorsitzender Josef Hülsdünker voraus.
Selbst wenn die Wirtschaft im nächsten Jahr um unwahrscheinliche 2,5 Prozent wachsen würde, müsse mit einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Emscher-Lippe-Region gerechnet werden. Der DGB stützt sich mit seinen Sorgen auf die Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), die einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 8.800 Menschen bei einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent angibt. Betrage das Wachstum nur 0,5 Prozent, werden 14.700 zusätzliche Arbeitslose vorhergesagt.
„Die Bundesregierung erwartet jedoch nur ein Wirtschaftswachstum von etwa 1,2 Prozent im nächsten Jahr. Wenn das so kommt, müssen wir uns also auf einen fünfstelligen Anstieg der Arbeitslosigkeit einstellen“, fürchtet Hülsdünker.
Der DGB weist darauf hin, dass der hohe Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht mit einem ebenso hohen Verlust an Arbeitsplätzen in der Region einhergeht. Aufgrund der hohen Anzahl sogenannter Auspendler werden viele Einwohner der Emscher-Lippe-Städte ihren Arbeitsplatz außerhalb verlieren aber hier als Arbeitslose registriert werden.
Mit Jobverlust und Anstieg der Arbeitslosigkeit werde auch das in der Region verfügbare Einkommen weiter sinken und der Konsum gebremst. „Das nächste Jahr wird bitter für die Binnennachfrage in der Emscher-Lippe-Region. Im Bundesdurchschnitt muss jeder Arbeitslose Einkommensverluste von etwa 5.300 Euro pro Jahr hinnehmen. Selbst wenn wir nach den Prognosen ganz optimistisch einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um ‚nur’ 8.000 Menschen annehmen, gehen uns dann gut 42 Millionen Euro Kaufkraft verloren. Das würde der Einzelhandel in unseren Städten besonders zu spüren bekommen“, vermutet Hülsdünker.
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